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Öffnungszeiten: Der Moabiter Kinder-Hof war in der Regel 38 Stunden pro Woche geöffnet: Mo - Fr 11-18 Uhr und - bis Juni - Sa 15-18 Uhr. Nach dem Wegfall zweier SAM-Stellen Ende Juni konnte die Wochenendöffnung nicht aufrecht erhalten werden. Schließungszeiten: 2.-4. Januar (Renovierung), 4.Oktober (Grundreinigung) und 23.-31. Dezember (Weihnachtsferien). Präsentation auf Straßenfesten: 01.6.
Kinderfest auf der Waldstraße Öffentliche Veranstaltungen: 31.5. Tag der offenen
Tür Auszeichnungen: Der Moabiter Kinder-Hof wurde in den Adventskalender der Aktion Sterntaler aufgenommen und erhielt eine Prämie von 3000,- . Lücke-Kinder-Projekt: Seit August 1998 hat die Jugendförderung des Bezirksamtes Tiergarten im Projekt Moabiter Kinder-Hof ein so genanntes Lücke-Kinder-Projekt integriert. Das Lücke-Projekt bietet Kindern nach der Schule Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Teilnahme an kreativen Aktivitäten. Personelle Ressourcen:
Kinderbeteiligung: Die Kinder werden ihrem Alter, ihren Fähigkeiten und ihrer Entwicklung entsprechend an der Planung von Projekten und Veranstaltungen beteiligt. Sie können auf die inhaltliche und thematische Gestaltung der Angebote Einfluss nehmen. Ihre Vorschläge finden im Dialog mit den Betreuern nach Möglichkeit Berücksichtigung. Die Kinder werden bei der Umsetzung eigner Ideen unterstützt. Überschaubare Vorhaben werden Kindergruppen zur selbständigen Realisierung übertragen. Entwicklung der Besucherstruktur: Im Jahr 2002 besuchten ca. 80%Kinder nichtdeutscher Herkunft den Kinderhof, wie schon im Jahr zuvor. Die meisten Besucher (80-90%) kamen aus der benachbarten Zillesiedlung. Der Anteil der Mädchen blieb bei durchschnittlich etwa 40% . Förderung: Der Moabiter Kinder-Hof wurde durch das Bezirksamt Tiergarten (Nutzung des Grundstücks, Betriebsmittel, Sach- und Personalmittel), das Arbeitsamt Berlin Nord (SAM-Mittel) und das Land Berlin (Kofinanzierung SAM) gefördert. JanuarZu Beginn des Jahres wurde das Materialsammlungs- und Hausarbeitenzimmer renoviert und mit zusätzlichen Regalen eingerichtet, so dass die Kinder im Lücke-Projekt nach den Weihnachtsferien ihre Hausaufgaben in dem freundlichen und aufräumten Raum erledigen konnten. Für die Kinder standen im Januar Gesellschaftsspiele, Untersetzer aus Hama-Perlen, Faschingsvorbereitungen (Girlanden und Masken basteln), Tischtennis, die Reparatur des großen Vogelhauses und erste Gartenarbeiten auf dem Programm. FebruarIm Februar wurden Gesellschaftsspiele, Schach, Serviettentechnik, Perlenuntersetzer basteln, Töpfern, Tischtennis, Fußball und andere Bewegungsspiele im Freien angeboten. Die Kinder konnten auch ihre Masken weiter bemalen und Fensterbilder aus Transparentpapier herstellen. Ab Mitte Februar wurden in der Werkstatt Osterdekorationen aus Sperrholz gesägt und bemalt. Die Töpferarbeiten wurden bemalt und Holzschiffchen hergestellt. An einem Tag in der Woche, meist Donnerstag oder Freitag, wurde gemeinsam gekocht. Im Garten wurden die letzten Herbstblätter zusammengeharkt, der Kompost gesiebt, die Umrahmungen der Hochbeete ausgebessert bzw. erneuert und die Hochbeete neu aufgeschichtet. Die Obstbäume und der Knöterich am Gartenrondell wurden beschnitten, die Umrahmungen der Flachbeete erneuert und die Nistkästen gesäubert und befestigt. Erfreulicherweise wurde die Förderung der SAM Gartenprojekte um ein weiteres Jahr verlängert und der Teilnehmer konnte in der Maßnahme verbleiben, so dass die Angebote kontinuierlich fortgesetzt werden konnten.
MärzDa die Witterung allmählich besser wurde, verlagerten sich die Aktivitäten nach draußen. Basketball, Fußball, Tischtennis, Federball und andere Bewegungsspiele im Freien waren sehr beliebt. Zur uneingeschränkten Dauerattraktion entwickelte sich das neu angeschaffte Tischfußballspiel (Kicker). Ab sofort gehörte der Kicker zu den Lieblingsbeschäftigungen sowohl der Jungen als auch der Mädchen und es wurde so manches Turnier veranstaltet und teilweise recht selbständig von den Kindern organisiert. Außerdem fand am 16. März noch ein Kostümfest statt. Das wöchentliche Kochprojekt wurde weitergeführt. Der Moabiter Kinder-Hof beteiligte sich mit einem selbstgestalteten Transparent an den Protestaktionen gegen die Schließung des Sommerbades Poststadion. Kurz vor Ostern (31.3.) bastelten die Kinder Osterdekorationen. Beim Eier ausblasen und anmalen konnten sich auch sonst sehr ungeduldige Jungen erstaunlich lange konzentrieren. Im Garten wurden die ersten Radieschen, Salat und Möhren gesät. AprilIn den Osterferien wurde das Bauen von Balalaikas als Projekt angeboten. In den Ferien stehen die Kinder häufig schon vor 11 Uhr vor dem Tor und bleiben oft ohne Unterbrechung bis zum Schluss um 18 Uhr, häufig ohne Mahlzeit. Die Betreuer haben immer wieder den Eindruck, dass Hunger die Ursache für Gereiztheit und aggressive Entgleisungen am Nachmittag ist. Nach den Ferien wurden die Gartenarbeiten fortgesetzt: Das Schilfbiotop wurde gepflegt, am parkseitigen Zaun die Schilfrohrmatten erneuert und die Kinder konnten neue Beete anlegen und einsäen. Das Lücke-Projekt bekam mit Tijen eine neue kompetente und engagierte Mitarbeiterin. Sie ist türkischer Herkunft und war allen gleich sympathisch. Bei den Angeboten drinnen ging es in vielen Variationen um Papier: Faltkarten aus Tonpapier, Fensterbilder, bewegliche Schmetterlinge. Der gelernte Maler unter den Betreuern begann mit der Ausbesserung der Fassade.
MaiDie meisten Aktivitäten konnten nun wieder draußen stattfinden: Tischfußball, Ballspiele, Gesellschaftsspiele, Fensterbilder malen, Schach. Die ersten Radieschen wurden geerntet und gleich wieder neue gesät. Natürlich mussten die Beete auch gepflegt und gegossen werden. In den Vormittagsstunden setzte Horst, der Maler, die Fassadenrenovierung fort. Am 31.Mai fand im Rahmen der Aktionswoche der Abenteuerspielplätze und Kinderbauernhöfe in Berlin ein Tag der offenen Tür statt. Um insbesondere die Zielgruppe auf diese Veranstaltung hinzuweisen, wurden Plakate und die neu gestalteten Flyer an alle dritten und vierten Klassen der benachbarten Schulen verteilt. Das Ergebnis war die sofortige Verdoppelung der Besucherzahlen und ein gut besuchter Tag der offenen Tür. Gleichzeitig feierte der Moabiter Kinder-Hof sein fünfjähriges Bestehen: JuniAm 1. Juni beteiligte sich der Moabiter Kinder-Hof mit einem Stand am Waldstraßenfest. Die Kinder konnten Tulpen und Tierfiguren aus Holz oder auch Blumentöpfe bemalen, sich schminken lassen und knusprige Waffeln essen. Am 3.6. fand die jährliche Fachtagung Oasen des Landesverbandes der Abenteuerspielplätze und Kinderbauernhöfe (AKIB) statt. Die Themen: Soziale Gruppenarbeit vs. offene Arbeit und Nachhaltiges Lernen in Gartenprojekten waren für die Kinderhof-Mitarbeiter sehr interessant. Am 11.6. beteiligten sich Betreuer und Kinder an einer Demonstration für die Öffnung des Sommerbades Poststadion. Auf dem Hof wurden der große Werktisch vor der Werkstatt erneuert, die Fassadenrenovierung abgeschlossen und die Lehmhütte ausgebessert und begrünt. Auf dem Lehrter-Straßen-Fest war der Kinderhof wieder mit Mitmachangeboten vertreten.
Juli:Am 30.6. endete die SAM nach zweijähriger Dauer. Wieder hieß es Abschied nehmen von vertrauten Bezugspersonen. So ein Einschnitt ist für viele Kinder schwerwiegender als es nach außen hin aussieht. Wenn eine beliebte Betreuungsperson weggeht, kommen manche Kinder nicht mehr, manche, besonders die Kinder, die Halt suchen, entwickeln eine auffällig destruktive Haltung zur Einrichtung insgesamt. Zwei der SAM-Stellen fielen wegen der Kürzung der Arbeitsförderungsmittel ganz weg, die dritte Stelle konnte ab 1. August für ein weiteres Jahr verlängert werden. In den Sommerferien wurden abwechslungsreiche Projekte unter dem Hauptthema Orient angeboten. Sonnenenergie nutzen, Seidenmalerei, Papier und Stoff Marmorieren, Musizieren auf Rhythmusinstrumenten, Orientalische Tänze, Türkische Küche und türkische Märchen und Spiele
August:Die Erzieherin Ursi kam auf die SAM-Stelle. Sie arbeitete sich sehr schnell ein und hatte gleich guten Kontakt zu den Kindern. Trotzdem war die Personalsituation mit einem Tischler in der SAM Gartenprojekte und einer Erzieherin ziemlich schwierig. Der Betrieb konnte aber durch den Einsatz bewährter Honorarkräfte und durch ehrenamtliche Arbeit fast uneingeschränkt aufrecht erhalten werden. Die Sonnabend-Öffnungszeit musste zum Bedauern der Kinder entfallen. Bis zum 16.8. liefen noch die Ferienprojekte (s.o.). Aus dem Tanzprojekt ging eine Gruppe (Mädchen) hervor, die noch mehrere Wochen zusammenblieb und selbständig Vorführungen einstudierte. Außerdem konnten die Kinder Kicker und Tischtennis spielen, mit den Diabolos jonglieren üben, ihre Beete pflegen, Radieschen und Salat ernten, Gesellschaftsspiele spielen und Mandalas malen. Von einer Anwohner-Initiative, die in Höfen und Kellern der Zille-Siedlung aufgeräumt hatte, erhielt der Kinderhof fünf Kinderfahrräder, deren Besitzer nicht hatten ermittelt werden können. Die Fahrräder wurden instand gesetzt, teilweise wurden Reifen oder Sättel erneuert. Danach konnten die Räder von den Kindern ausgeliehen werden. Radfahren entwickelte sich schnell zu einer neuen Attraktion. Manche Kinder hatten vorher noch keine Möglichkeit dazu gehabt.
September: Im September waren Hüttenbau, Tischtennis, Kicker,
Gesellschaftsspiele und Fensterbilder malen die beliebtesten Aktivitäten. Die Kinder
entdeckten das Strickliesl wieder und lernten Wollpuppen flechten und
knüpfen. In der Werkstatt wurden Flugzeugmodelle aus Balsaholz hergestellt. Am 13. September beteiligte sich der Kinderhof bei der Jugendwahl U18 als Wahllokal. Am 27.9. feierten wir das Herbstfest mit einem Kickerturnier (auf Wunsch der Kinder), Spielen, Waffeln, Kakao und Disko.
Oktober:Zusätzlich zu den üblichen Angeboten kamen im Oktober neu hinzu: Armbänder flechten, mit Bastelton modellieren, Wachsmalstifte-bügel-Technik, Drachenbau und Holzarbeiten in der Werkstatt. In den Herbstferien, vom 14. bis 18.10., führte Christiane noch einmal das Projekt Marmorieren durch. Es kam eine Kooperation mit der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Zukunftsbau GmbH zustande. Das Betreuerteam bekam Verstärkung durch einen Tischler als Praktikanten aus dem Programm Arbeit sofort. Dadurch gab es wieder mehr Angebote in der Werkstatt. Am 30.10. nahm ein Filmteam des SFB auf dem Kinderhof Szenen für die Darstellung im Sterntaler-Adventskalender auf. Für die Kinder war es aufregend und spannend, einen kleinen Einblick zu bekommen, wie ein Fernseh-Bericht entsteht.
November:Im November standen die Vorbereitungen für den Adventsbasar im Vordergrund. In der Werkstatt wurden Vogelhäuschen, Spielzeug, Kerzenständer und Bilderrahmen hergestellt. Aus Filz wurden sehr dekorative Weihnachtssternblüten gebastelt und Weihnachtsgrußkarten gestaltet. Aus geschmolzenen Wachsresten und reinem Bienenwachs wurden Kerzen gegossen. Auch die Faltschachteln aus Bastelfolie und die anthroposophischen Sterne aus geöltem Aquarellpapier wurden wieder hergestellt. Wer keine Lust (mehr) zum Basteln hatte, konnte auf dem angrenzenden Platz Fußball spielen gehen oder Kicker oder Verstecken im dunklen Garten. Dezember:Eine zweite Praktikantin von Zukunftsbau kam in das Betreuerteam. Am 13. Dezember fand der Adventsbasar statt. Alle zusammen hatten wieder ein vielfältiges Angebot an originellen und preiswerten Weihnachtsgeschenken und Weihnachtsdekorationen aufgestellt. Die Kinder waren sichtlich stolz darauf. In der letzten Woche vor den Weihnachtsferien wurden Plätzchen gebacken und am 20. Dezember verabschiedeten sich Kinder und Betreuer bei einer gemütlichen Weihnachtsfeier. |
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© Stadtteilgruppe Moabit e.V.
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