|
|
|
Jahresbericht 2005 Öffnungszeiten: Der
Moabiter Kinder-Hof war in der Regel 30 Stunden pro Woche geöffnet: Präsentation
auf Straßenfesten: 28.5.
Kinderfest auf der Waldstraße 11.6.
Lehrter-Straßen-Fest Auf
den Straßenfesten bot der Moabiter Kinder-Hof jeweils Mitmachangebote für
Kinder an. Öffentliche
Veranstaltungen: 27.5.
Tag der offenen Tür 27.8.
Sommerfest Mittagstisch
und Hausaufgabenbetreuung: Seit August 1998 hat die Jugendförderung des Bezirksamtes Mitte in Kooperation mit dem Moabiter Kinder-Hof ein Projekt zur gesundheitlichen Förderung durch Bereitstellen einer warmen Mahlzeit und zur schulunterstützenden Hausaufgabenbetreuung eingerichtet. Das Projekt bietet Kindern nach der Schule Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Teilnahme an allen Aktivitäten des Kinderhofs.
Kinderbeteiligung: Die Kinder werden ihrem Alter, ihren Fähigkeiten und ihrer Entwicklung entsprechend an der Planung von Projekten und Veranstaltungen beteiligt. Sie können auf die inhaltliche und thematische Gestaltung der Angebote Einfluss nehmen. Ihre Vorschläge finden im Dialog mit den Betreuern nach Möglichkeit Berücksichtigung. Die Kinder werden bei der Umsetzung eigener Ideen unterstützt. Überschaubare Vorhaben werden Kindergruppen zur selbständigen Realisierung übertragen. Entwicklung
der Besucherstruktur: Die
meisten Besucher (85%) kamen aus der benachbarten Zillesiedlung. Der Anteil
der Mädchen hat sich bei durchschnittlich 34% stabilisiert. Ca. 90% der
Kinder hatten einen familiären Migrationshintergrund. Förderung: Der Moabiter Kinder-Hof wurde durch das Bezirksamt Tiergarten (Nutzung des Grundstücks, Betriebsmittel, Sach- und Personalmittel), die Arbeitsagentur Berlin Mitte (SAM-Mittel) und Zukunft im Zentrum, Servicegesellschaft für das Land Berlin (Kofinanzierung SAM), sowie durch Aktion Mensch e.V. (Personal- und Sachmittel) gefördert. Januar
Das
Jahr begann mit Aktivitäten drinnen und draußen: Gesellschaftsspiele,
Schach, Kicker, Fußball und Verstecken im Dunkeln. In der Werkstatt wurden
Vogelhäuschen gebaut und angemalt. Einmal in der Woche wurde gemeinsam
gekocht: Kartoffelsalat und Buletten, Kartoffeln mit Kräuterquark, Milchreis
mit Obstsalat.
FebruarDa das Wetter
im Februar ziemlich unfreundlich war, fanden die meisten Aktivitäten drinnen
statt: Perlentiere und –armbänder auffädeln, Kickern, Gesellschaftsspiele,
mit Windowcolours Fensterbilder malen, Mandalas ausmalen, Kerzen gießen und Bücher
lesen. Freitags nachmittags gab es regelmäßig eine Vorlesestunde. In der
Werkstatt konnten die Kinder Schmuckkästchen und CD-Ständer aus Holz und
weitere Vogelhäuschen bauen. Einmal pro Woche wurde gemeinsam gekocht. Am
8.2. wurde Fasching gefeiert: mit einer Kürbissuppe und Tanzspielen. Trotz des
kalten Schneewetters fand draußen regelmäßig das von Aktion Mensch e.V. geförderte
Fußballtraining mit Zdenko statt und natürlich auch Schlitten fahren,
Schneemänner bauen und Schneeballschlachten. Die Nistkästen für Meisen
wurden aufgehängt.
MärzAm
1.3. begann Nazan das zweite Halbjahr ihres Berufspraktikums der
Erzieherausbildung auf dem Kinderhof. Sie arbeitete sich schnell ein und fand
sehr guten Kontakt zu den Kindern, so dass sie nach kurzer Zeit praktisch jede
Arbeit übernehmen konnte. Die Verstärkung des Teams durch Nazan kam gerade
zur rechten Zeit, denn die langjährige Mitarbeiterin Iris hatte sich unglücklicherweise
im Urlaub einen Fuß gebrochen und konnte drei Monate nicht arbeiten. Auch
im März fanden die meisten Aktivitäten noch drinnen statt. In der Werkstatt
wurden ein Fledermausnistkasten, Holzspielzeug und ein Regalbrett für die Fußball-Pokale
gebaut. Pünktlich
zum Frühlingsanfang wurde es auch draußen angenehm, so dass die Kinder
wieder Federball und Tischtennis spielen konnten. Im Garten wurden die Stauden
beschnitten, das letzte Laub weggefegt, der Kompost gesiebt, die Hochbeete
erneuert und der Teich gesäubert. Am
23.3. begannen schon die Osterferien. Auf dem Ferienprogramm standen Laubsägearbeiten,
Sport (Fußball, Basketball, Tischtennis) und eine „Schnitzeljagd“.
AprilAb
April konnten die meisten Aktivitäten wieder draußen stattfinden , auch die
beliebten Gesellschaftsspiele, wie Shogun, Elfer-raus, Uno, Othello, Mensch-ärgere-dich-nicht
und Kniffel. Im übrigen wurde viel Sport getrieben. In jeder Woche war eine
Fußballmannschaft der Kiez-Liga zu Gast. Nach den Spielen konnten dann alle
zusammen auf dem Kinderhof Tee trinken und Popcorn oder Kekse essen. Dienstags
bot jetzt Nazan regelmäßig ein Basketballtraining an, das besonders von den
Mädchen gerne angenommen wurde. In
der Werkstatt wurden wieder Schmuckkästchen aus Holz gebaut. Werner, der
Tischler war zwar Anfang April in Rente gegangen, betreute aber weiter einmal
pro Woche die Werkstatt. Auch
im Garten fielen wieder viele Arbeiten an: Unkraut jäten, Kürbisse und
Zucchini vorziehen, Blumen gießen und den Teich auffüllen. Am 23.4. fand der Familiensamstag mit gemeinsamem Grillen und Säen statt.
Mai
Auch
im Mai standen die Gartenarbeiten im Vordergrund: Brennnesseln ausreißen,
Unkraut jäten, gießen, säen, Müll einsammeln, den Zaun reparieren, den
Teich vom übermäßigen Algenwuchs befreien und die Wiese mähen. Die Kinder
konnten wieder eigene Beete anlegen und Kräuter, Gemüse und Blumen säen. Neben
dem regelmäßigen Fußball- und Basketballtraining waren noch Tischtennis,
Kickern und selbst erfundene Ballspiele im Angebot. Der Breakdancer Chico bot
am 11.,12. und 18.5. jeweils einen Workshop an. Das Angebot Breakdance wurde
von den Kindern sehr interessiert angenommen, konnte aber leider von den
Breakdancern nicht regelmäßig weitergeführt werden. Da
viele Kinder immer häufiger und immer mehr Süßigkeiten zum eigenen Verzehr
auf den Kinderhof mitbrachten, führten die Betreuer einen „Süßigkeiten
freien Tag“ (Mittwoch) ein. Stattdessen wurde an diesem Tag meist gemeinsam
ein leckerer Obstsalat zubereitet, den die Kinder sehr gerne mochten. Dafür
brachten sie auch Obst von zu Hause mit. Am
20.5. beteiligte sich der Kinderhof gemeinsam mit einigen Kindern aus dem
Heinrich-Zille-Haus an der bundesweiten Aktion „Stunde der Gartenvögel“
des NABU, bei der alle Vögel gezählt wurden, die innerhalb einer Stunde von
einem Beobachtungspunkt aus gesehen werden konnten. Für die Kinder war es
besonders spannend, Ferngläser benutzen zu können. Die Ergebnisse der Zählung
wurden per Internet an den NABU weitergegeben. Am
27.5. fand der Tag der offenen Tür bei brütender Hitze mit Bastelaktionen,
Spielen und einem Mini-Soccer-Turnier statt. Und am nächsten Tag war der
Kinderhof mit einem Stand auf dem Waldstraßen-Fest vertreten.
Juni
Auch
Anfang Juni hielt die große Hitze noch an. Eine Wasserrutsche aus Kunststoff,
die an den Gartenschlauch angeschlossen wird, war die Attraktion für die
Kinder. Neben den üblichen Aktivitäten wie Fußball- und Basketballtraining, Tischtennis, Kickern, Fensterbilder malen, Karten spielen, Perlenketten auffädeln reihten sich viele kleine besondere Ereignisse aneinander: Am 1.6. besuchten einige Kinder mit Ursi und Zdenko das Hoffest der Jugendeinrichtungen in der Rathenower Str. 16/17. Am 11.6. nahm der Kinderhof am Lehrterstraßen-Fest teil. Eine
Kinderversammlung wurde einberufen, um die Ferienplanung zu besprechen. Am
18.6. war wieder Familiensamstag mit Grillen, Kaffee und Kuchen, Spielen und
einem Mini-Fußballturnier, das Zdenko organisierte. Tijens
Abschied vom Kinderhof und aus dem Hausaufgabenbetreuungsprojekt stand bevor,
da sie nach den Sommerferien die Schulpraktische Ausbildung begann. Deshalb
bastelten und malten einige Kinder eifrig. Am 21.6. feierten alle zusammen mit
Tijen und Unmengen von Bananenkuchen und Chips das Schuljahrsende. Eine
Reihe von Kindergeburtstagen wurde gefeiert und am ersten Ferienmontag gab es
ein großes türkisches Frühstück und Kuchen und Torte zu Zdenkos
Geburtstag.
Juli
Kurz vor den Sommerferien überraschte Zdenko das Team mit der Mitteilung, dass er ein Angebot, als Trainer an einer Fußballakademie zu arbeiten, habe. Da diese Tätigkeit schon am 15.7. begann, musste schnell ein neuer Trainer/ Erzieher für das von Aktion Mensch e.V. geförderte Fußballprojekt gefunden werden. Somit standen in den ersten Ferienwochen eine Reihe von Bewerbungsgesprächen und viele organisatorische Überlegungen an. Schließlich konnte Roman als Erzieher zum 1.8. eingestellt werden. Neben
den üblichen Aktivitäten wie Basketball, Kickern, Fußball, Malen,
Wasserschlacht, Gartenarbeit, gemeinsam kochen und den ersten Vorbereitungen für
das Sommerfest (ein Glücksrad bauen), wurde ein abwechslungsreiches Ferienprogramm
angeboten:
August
In der ersten Augustwoche waren noch Sommerferien. Die Kinder konnten mit Mandy Ohrringe, Ketten und Armbänder aus Bastelperlen herstellen. Es wurde gemeinsam gekocht und viel im Freien gespielt. Mit Schulbeginn wurde das Fußballtraining wieder aufgenommen, schließlich stand die Rückrunde der Kiez-Liga bevor. Einige Jungen hatten die Idee eine Holzhütte zu bauen. Roman war für diese Idee aufgeschlossen und konnte die Kinder beim Hüttenbau unterstützen. Innerhalb einer Woche entstand eine fantasievolle Hütte, die auch bemalt wurde. Jedoch nach ein paar Tagen gab es Streit unter den Kindern und die Hütte wurde wieder abgerissen. Am Sonnabend, den 27.8. fand das Sommerfest mit vielen Aktionen und Attraktionen auf dem Kinderhof statt: Die Kinder konnten Buttons selbst gestalten und pressen lassen, sie konnten Moosgummi-Stempel selbst herstellen und damit T-Shirts bedrucken und sich schminken lassen. Beim Glücksrad gab es Kuscheltiere zu gewinnen und es wurden viele Spiele angeboten: Kartoffellauf, Dosen werfen, ein Fußball-Geschicklichkeitsparcours, Zielwerfen und Schwungtuchspiele. Die Spielplatzbetreuer /-innen von der Lehrter Straße unterstützten das Kinderhof-Team bei der Durchführung des Festes und konnten auch für ihr Projekt werben. Nach dem Fest hieß es Abschied nehmen von Nazan, die alle in dem halben Jahr ihres Berufspraktikums sehr lieb gewonnen hatten.
September
Da
es im September noch sommerlich warm war, fanden die meisten Aktivitäten im
Freien statt: Gesellschaftsspiele, Basketball, Tischtennis, Kicker, Federball,
Verstecken spielen. In
der Werkstatt wurden Bilderrahmen hergestellt und Laubsägearbeiten
angefertigt. Julia
bereitete mit den Kindern die Teilnahme an der U18 vor und ging mit
ihnen am 9.9. ins Heinrich-Zille-Haus zum Wählen. Da
das Hütten bauen wieder attraktiv wurde, besorgte Roman Bauholz vom ASP Kuhfuß
und Holzreste von Possling. Vom ASP Humboldthain bekamen wir zwei wetterfeste
Tische für draußen. Die
Fußballmannschaft hatte ihr erstes Auswärtsspiel gegen KiBiz auf dem
Sportplatz am neuen Ufer. Werner
und Roman befestigten und erhöhten die Kräuterspirale und zementierten die
Steine fest ein. Am
24.9. fand wieder ein Familiensamstag statt. Bei sommerlichem Wetter konnten
die Kinder draußen Gipsbilder gestalten.
OktoberIn den Herbstferien (4.10.-14.10.) stand das Hütten bauen im Vordergrund. Es wurden auch kleine Möbel, Tische und Bänke für die Hütten gebaut. Eine andere beliebte Aktivität war, Wollbällchen herzustellen und daraus Tiere zu basteln. Zu aller Überraschung wurde der an den Kinderhof angrenzende Bolzplatz erneuert. Die Freude war riesengroß, denn der Bolzplatz wird viel und gern zum Fußballspielen genutzt und hatte eine Erneuerung dringend nötig. Am Sonnabend, den 29.10. gingen einige Betreuer mit den Kindern zum Halloween-Umzug des Spielplatzes in der Lehrter Straße. Nach dem Umzug gab es noch eine Filmvorführung in der Kulturfabrik, eine sehr leckere Kürbissuppe und anschließend Disco und eine Feuershow.
NovemberAuch im November war es noch warm genug, um viel Zeit draußen zu verbringen: Fußball und Basketball spielen, Kickern und im Garten das Laub zusammenfegen und wegfahren. Drinnen wurde mit den Vorbereitungen für den Basar begonnen. Die alte orientalische Kunst Papier zu marmorieren wurde ausprobiert. Die marmorierten Blätter wurden später zu Briefumschlägen gefaltet. Außerdem bastelten die Kinder Weihnachtsterne und Faltschachteln aus Folie. In der Werkstatt wurden Schmuckkästchen gebaut. Außerdem wurde der Mädchen-Filmabend am 18.11. vorbereitet. Julia bastelte mit den Kindern Papierfische für die Dekoration und am Nachmittag wurde noch Gemüse für das Buffet geschnippelt. Am
26.11. fand wieder ein Familiensamstag statt. Es kamen viele von den
Stammkindern und beteiligten sich am Kerzen gießen für den Basar. Ende
November fiel der erste Schnee und damit war die Rodel-und Schneeball-Saison
eröffnet.
DezemberAm 2.12. fand der Basar mit Kuchen- und Kaffeeverkauf statt. Weil das Basteln zuvor so viel Spaß gemacht hatte, ging es auch nach dem Basar weiter: Papier marmorieren, Karten aus Tonpapier basteln und mit selbstgemachten Stempeln bedrucken, Türme und Häuser aus Streichhölzern basteln, Bilderrahmen aus Tonpapier und Karton basteln, dekorieren und anmalen. In der Werkstatt konnten die Kinder Namensschilder anfertigen und Holzschiffchen herstellen. Außerdem waren natürlich Gesellschaftsspiele, Fußballtraining und das beliebte Verstecken im Dunkeln wieder im Angebot.
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
© Stadtteilgruppe Moabit e.V.
|